Allgemeine Geschaeftsbedingungen
Stand: 07. Juni 2026 – Version 1.1
§ 1 – Geltungsbereich und Anbieter
Diese Allgemeinen Geschaeftsbedingungen (AGB) gelten fuer die Nutzung der Softwareplattform Arriflow (nachfolgend "Dienst") durch Vermieter, Beherbergungsbetriebe und sonstige gewerbliche oder private Anbieter von Ferienunterkuenften (nachfolgend "Nutzer"). Anbieter ist FeWo Norman Reinhardt, Anton-Dietrich-Strasse 11, 65375 Oestrich-Winkel, Deutschland, E-Mail: support@fewo-reinhardt.com.
Abweichende, entgegenstehende oder ergaenzende Bedingungen des Nutzers werden nur Vertragsbestandteil, wenn der Anbieter ihrer Geltung ausdruecklich in Textform zustimmt.
§ 2 – Leistungsumfang
Arriflow ist eine webbasierte Software-as-a-Service-Loesung fuer die Verwaltung von Ferienunterkuenften. Der Dienst unterstuetzt insbesondere digitale Gaeste-Check-ins, Meldeschein- und Gaestescheinprozesse, Buchungsverwaltung, Abgaben- und Steuerkonfigurationen, PDF-Ausgaben, Gaestekommunikation, digitale Gaestemappen, Integrationen zu Drittanbietern sowie die Anbindung digitaler Schloesser.
Der konkrete Leistungsumfang richtet sich nach der jeweils freigeschalteten Konfiguration, den verfuegbaren Integrationen und den im Nutzerkonto aktivierten Funktionen. Der Anbieter schuldet keine rechtliche, steuerliche oder kommunalrechtliche Beratung. Insbesondere bleibt der Nutzer selbst dafuer verantwortlich, lokale Satzungen, Meldepflichten, Steuerpflichten, Informationspflichten und Aufbewahrungsfristen fachlich zu pruefen und korrekt zu konfigurieren.
§ 3 – Vertragsschluss und Nutzerkonto
Der Vertrag kommt durch Abschluss der Registrierung und Bestaetigung dieser AGB zustande. Der Nutzer sichert zu, volljaehrig und geschaeftsfaehig zu sein und alle Angaben im Registrierungsvorgang wahrheitsgemaess zu machen.
Der Nutzer ist verpflichtet, Zugangsdaten geheim zu halten, angemessene Passwoerter zu verwenden und den Anbieter unverzueglich zu informieren, wenn ein Missbrauch des Kontos oder ein unbefugter Zugriff zu befuerchten ist.
§ 4 – Pflichten des Nutzers
Der Nutzer ist fuer die Inhalte, Buchungsdaten, Unterkunftsdaten, Gemeinde- und Abgabenkonfigurationen, Gaesteinformationen sowie fuer die rechtmaessige Nutzung des Dienstes verantwortlich. Er darf den Dienst nicht missbraeuchlich, rechtswidrig oder zur Verarbeitung unzulaessiger Inhalte einsetzen.
Der Nutzer ist insbesondere dafuer verantwortlich, Gaeste und sonstige betroffene Personen ordnungsgemaess ueber Datenverarbeitungen zu informieren, erforderliche Einwilligungen einzuholen, gesetzliche Melde- und Aufbewahrungspflichten einzuhalten und die Richtigkeit der automatisch erzeugten Dokumente, Berechnungen, Nachrichten und Zugangscodes vor Verwendung zu pruefen.
§ 5 – Verfuegbarkeit, Wartung und Weiterentwicklung
Der Anbieter bemueht sich um einen stabilen und sicheren Betrieb des Dienstes. Eine ununterbrochene oder jederzeit fehlerfreie Verfuegbarkeit wird nicht garantiert. Einschraenkungen koennen sich insbesondere durch Wartung, Sicherheitsupdates, Stoerungen der Infrastruktur, hoehere Gewalt oder Ausfaelle von Drittanbietern ergeben.
Der Anbieter darf den Dienst weiterentwickeln, Funktionen aendern oder ersetzen, soweit dadurch der vertragsgemaesse Kernnutzen nicht unzumutbar beeintraechtigt wird.
§ 6 – Drittanbieter und Integrationen
Der Dienst kann Schnittstellen zu Drittanbietern wie Buchungsplattformen, E-Mail- und SMS-Diensten, Rechnungsdiensten, Zahlungsdiensten oder Smart-Lock-Anbietern enthalten. Fuer Verfuegbarkeit, Inhalte, Preisgestaltung, Schnittstellenaenderungen und Verarbeitungsvorgaenge dieser Drittanbieter ist der jeweilige Drittanbieter verantwortlich, soweit er nicht als Auftragsverarbeiter des Anbieters handelt.
Der Nutzer ist dafuer verantwortlich, eigene Zugangsdaten, API-Schluessel und Berechtigungen fuer Drittanbieter aktuell und sicher zu halten. Der Anbieter haftet nicht fuer Stoerungen, die durch gesperrte, fehlerhafte oder geaenderte Drittanbieter-Schnittstellen verursacht werden, soweit den Anbieter kein Verschulden trifft.
§ 7 – Preise, Guthaben und Abrechnung
Entgeltliche Funktionen, Guthaben, Credits oder verbrauchsabhaengige Leistungen richten sich nach den im Dienst angezeigten Konditionen oder einer gesonderten Vereinbarung. Rechnungen koennen elektronisch bereitgestellt werden. Gesetzliche Aufbewahrungs- und Steuerpflichten bleiben unberuehrt.
§ 8 – Datenschutz und Auftragsverarbeitung
Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt nach Massgabe der Datenschutzerklaerung. Soweit der Anbieter personenbezogene Daten von Gaesten, Buchungen oder sonstigen betroffenen Personen im Auftrag des Nutzers verarbeitet, gilt er als Auftragsverarbeiter im Sinne von Art. 28 DSGVO. Der Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) ist Bestandteil des Nutzungsvertrags.
Der Nutzer bleibt fuer die Rechtmaessigkeit der Datenverarbeitung in seinem Verantwortungsbereich verantwortlich. Dies betrifft insbesondere die Erhebung von Meldedaten, die Uebermittlung an Behoerden, die Verwendung von Kommunikationskanaelen und die Konfiguration lokaler Abgaben.
§ 9 – Datensicherung, Export und Datenverlust
Der Anbieter trifft angemessene technische und organisatorische Massnahmen zum Schutz der im Dienst verarbeiteten Daten, insbesondere Zugriffsschutz, verschluesselte Uebertragung und regelmaessige Sicherungsprozesse. Eine absolute Sicherheit oder vollstaendige Wiederherstellbarkeit aller Daten kann technisch nicht garantiert werden.
Der Nutzer ist verpflichtet, fuer betriebs- oder rechtskritische Daten, Auswertungen, Meldescheine, Rechnungsgrundlagen und sonstige Nachweise in angemessenen Abstaenden eigene Exporte, Ausdrucke oder Sicherungskopien anzufertigen, soweit diese fuer seinen Geschaeftsbetrieb, gesetzliche Pflichten oder die Nachweisfuehrung erforderlich sind.
Fuer Datenverlust haftet der Anbieter im Rahmen von § 10 nur, soweit der Schaden auch bei ordnungsgemaesser, regelmaessiger und dem Risiko angemessener Datensicherung durch den Nutzer entstanden waere. Diese Regelung laesst die unbeschraenkte Haftung nach § 10 Abs. 1 unberuehrt.
§ 10 – Haftung
Der Anbieter haftet unbeschraenkt bei Vorsatz und grober Fahrlaessigkeit, bei schuldhafter Verletzung von Leben, Koerper oder Gesundheit, nach zwingenden gesetzlichen Haftungsvorschriften sowie bei uebernommenen Garantien.
Bei einfacher Fahrlaessigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten. Wesentliche Vertragspflichten sind Pflichten, deren Erfuellung die ordnungsgemaesse Durchfuehrung des Vertrags ueberhaupt erst ermoeglicht und auf deren Einhaltung der Nutzer regelmaessig vertrauen darf. In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
Im Uebrigen ist die Haftung ausgeschlossen. Der Anbieter haftet insbesondere nicht fuer falsche Eingaben, unzutreffende Gemeinde- oder Abgabenkonfigurationen, vom Nutzer freigegebene Inhalte, rechtliche oder steuerliche Fehlbewertungen des Nutzers, Ausfaelle nicht vom Anbieter beherrschbarer Drittanbieter sowie fuer Schaeden, die durch eine pflichtwidrige Nutzung des Dienstes entstehen.
§ 11 – Kuendigung und Sperrung
Das Vertragsverhaeltnis kann von beiden Seiten mit einer Frist von 30 Tagen zum Monatsende in Textform gekuendigt werden, sofern keine abweichende Vereinbarung besteht. Das Recht zur ausserordentlichen Kuendigung aus wichtigem Grund bleibt unberuehrt.
Der Anbieter darf den Zugang voruebergehend sperren, wenn konkrete Anhaltspunkte fuer Missbrauch, Sicherheitsrisiken, erhebliche Vertragsverletzungen oder rechtswidrige Nutzung bestehen. Der Nutzer wird hierueber informiert, soweit dadurch keine Sicherheitsinteressen gefaehrdet werden.
§ 12 – Vertragsende und Datenloeschung
Nach Vertragsende kann der Nutzer seine Daten nach den im Dienst vorhandenen Exportmoeglichkeiten sichern. Personenbezogene Daten werden nach Ablauf gesetzlicher Aufbewahrungsfristen und technischer Ruecksicherungsfristen geloescht oder anonymisiert, soweit keine gesetzlichen Pflichten oder berechtigten Interessen entgegenstehen.
§ 13 – Aenderungen dieser AGB
Der Anbieter kann diese AGB aendern, wenn hierfuer ein sachlicher Grund besteht, etwa Aenderungen der Rechtslage, der Rechtsprechung, technischer Anforderungen oder des Leistungsumfangs. Aenderungen werden dem Nutzer mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten in Textform mitgeteilt. Widerspricht der Nutzer nicht innerhalb dieser Frist, gelten die Aenderungen als angenommen, sofern der Anbieter in der Mitteilung besonders auf das Widerspruchsrecht und die Folgen des Schweigens hinweist.
§ 14 – Schlussbestimmungen
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Ist der Nutzer Kaufmann, juristische Person des oeffentlichen Rechts oder oeffentlich-rechtliches Sondervermoegen, ist Gerichtsstand der Sitz des Anbieters.
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der uebrigen Bestimmungen unberuehrt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.